
So entkommst du aus einem sinkenden Auto und meldest dich beim Notruf 119
▶ JETZT KOSTENLOS SPIELENKein Download · Handy oder PC · 3–5 Minuten pro Runde · 10 SprachenGerät ein Auto ins Wasser, bleibt meist etwa eine Minute. Die folgenden Hinweise fassen die Verhaltensregeln des koreanischen Innenministeriums (MOIS), die Überflutungstests der Korea Transportation Safety Authority (TS), Hinweise der Feuerwehren Jeollabuk-do und Incheon, die SWOC-Methode von Prof. Gordon Giesbrecht (University of Manitoba, Kanada) sowie Materialien der American Automobile Association (AAA) und des US National Weather Service (NWS) zusammen. Im Ernstfall die 119 (Notruf in Korea) oder deine örtliche Notrufnummer wählen.
1. Zuerst: gar nicht erst hineinfahren
- Steht oder fließt Wasser in eine Unterführung, nicht hineinfahren. Unterirdische Räume können sich in wenigen Minuten bis zur Decke füllen (MOIS).
- Schon 30 cm fließendes Wasser schwemmen die meisten Pkw weg. Überflutete Straßen weder mit dem Auto noch zu Fuß betreten (US National Weather Service: "Turn Around, Don't Drown").
- Dringt während der Fahrt Wasser ein oder bleibt das Auto stehen, das Auto verlassen und sofort in höhere Lagen fliehen, solange die Tür noch aufgeht.
2. Im Wasser: Gurt → Fenster → raus (SWOC)
- S Gurt (Seatbelt): Sobald das Auto treibt, den Gurt lösen. Beim Aufprall selbst angeschnallt bleiben.
- W Fenster (Window): Solange der Strom geht, sofort das Fenster herunterlassen. Fällt die Elektrik aus, bewegen sich elektrische Fenster nicht mehr.
- O Raus (Out): Durchs Fenster aussteigen. Steigt das Wasser über die Fensterhöhe, strömt es herein und alles wird viel schwerer.
- C Kinder zuerst (Children): Sind Kinder an Bord, zuerst die Kinder hinaus.
- Telefoniert wird erst, wenn du draußen bist.
3. Warum geht die Tür nicht auf?
- In Tests der Korea Transportation Safety Authority ließ sich die Tür schon bei rund 50 cm Wasserstand wegen des Druckunterschieds kaum öffnen. Fenster vor Tür.
4. Geht das Fenster nicht auf: die Glasecke einschlagen
- Mit dem Nothammer fest auf die Ecke der Seitenscheibe schlagen. Den Hammer nicht ins Handschuhfach, sondern griffbereit an den Fahrersitz legen (TS).
- Ohne Hammer die Kopfstütze des Fahrersitzes herausziehen und mit der Metallstange die Glasecke einschlagen (MOIS). Je nach Modell klappt das nicht immer.
- Windschutzscheiben und bei manchen Autos auch Seitenscheiben sind aus Verbundglas und selbst mit dem Hammer kaum zu zerschlagen (AAA-Tests). Prüfe vorher die Kennzeichnung auf den Scheiben deines Autos.
5. Letzter Ausweg: wenn sich der Druck ausgleicht
- Lässt sich keine Scheibe einschlagen, warten, bis der Wasserstand innen und außen weniger als 30 cm auseinanderliegt, und raus, sobald die Tür aufgeht (MOIS). Die letzte Luft tief einatmen und bis zum Ende durchhalten. Fachleute sehen dies als letzten Ausweg.
6. Danach: an einem hohen Ort warten
- Wer nicht schwimmen kann, sucht Halt oder klettert über das Wasser, etwa aufs Autodach.
- Starke Strömung meiden und nicht versuchen, hindurchzuschwimmen.
- Ein nasser Körper verliert auch im Sommer Wärme. Rücken zum Wind, eng zusammensitzen.
7. Notruf 119: zuerst der Standort
- Wer seinen Standort nicht kennt, nennt die Kennnummer eines Strommasts oder einer Straßenlaterne in der Nähe – so lässt sich die genaue Adresse finden (Feuerwehr Incheon).
- Nachts mit dem Handylicht winken, um den Rettern den Standort zu zeigen.
- Kommen die Retter, nach ihren Anweisungen einzeln ins Boot steigen.
8. Heute in deinem Auto erledigen
- Nothammer griffbereit am Fahrersitz.
- Prüfen, ob die Seitenscheiben aus Einscheiben-Sicherheitsglas oder Verbundglas sind, und ob sich die Kopfstütze herausziehen lässt.
- In der Regenzeit Notfallwarnungen und Sperrungen prüfen und Routen an Unterführungen und Uferstraßen vorbei wählen.
Dieser Text fasst öffentliche Materialien zusammen und ersetzt keine offiziellen Hinweise. Zum Selbst-Erleben siehe die Spielanleitung zu 60 Sekunden im sinkenden Auto.
FAQ
Wie schnell muss man aus einem sinkenden Auto raus?
Meist bleibt etwa eine Minute. Prof. Giesbrecht empfiehlt, sofort Gurt → Fenster → raus (SWOC) umzusetzen.
Warum nicht durch die Tür?
Weil das Wasser von außen gegen die Tür drückt. In Tests der Korea Transportation Safety Authority ging die Tür schon bei rund 50 cm Wasserstand kaum auf.
Was tun, wenn das Fenster nicht aufgeht?
Mit dem Nothammer oder der Metallstange der Kopfstütze die Ecke der Seitenscheibe einschlagen. Die Windschutzscheibe ist aus Verbundglas und bricht nicht.
Und wenn kein Hammer da ist und die Scheibe nicht bricht?
Als letzten Ausweg die Tür öffnen, wenn das Auto vollgelaufen ist und der Wasserstand innen und außen weniger als 30 cm auseinanderliegt – vorher tief einatmen (MOIS).
Soll man nach dem Ausstieg schwimmen?
Bei starker Strömung nicht schwimmen, sondern an einem hohen Ort wie dem Autodach auf Rettung warten und die 119 rufen.
Wie nenne ich der 119 meinen Standort?
Neben dem Straßennamen die Kennnummer an einem nahen Strommast oder einer Straßenlaterne nennen – so lässt sich der Ort genau bestimmen.
Ist schon wenig Wasser in einer Unterführung gefährlich?
Ja. Steht oder fließt Wasser hinein, nicht hineinfahren. Unterirdische Räume können sich in wenigen Minuten füllen.